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Französisch Polynesien: Tahiti, Moorea und Bora Bora (2008)
Die Gesellschaftsinseln sind Teil des über vier Millionen Quadratkilometer großen französischen
Überseegebietes Französisch Polynesien. Zu Französisch Polynesien gehören insgesamt fünf
Inselgruppen. Neben den Gesellschaftsinseln sind das die Marquesas- Inseln,
die Gambier-Inseln, die Austral- Inseln und das Tuamotu Archipel, alle südlich des Äquators,
etwa zwischen dem 5ten und 30igsten Breitengrad
im Süd Pazifik gelegen. Also genügend Reiseziele für einen mehrmonatigen Urlaub :-).
Unser erster Stopp, für gerade mal 24 Stunden, erfolgt auf Tahiti, der Hauptinsel der Inselgruppe
der Gesellschaftsinseln. Am Folgetag fliegen wir schon weiter zur Osterinsel (siehe auch
unseren Reisebericht über Rapa Nui) und kehren nach neun Tagen zurück um die Gesellschaftsinseln näher kennen
zu lernen.
Unsere erste Insel, die wir besuchen liegt nur etwa 10 Flugminuten von Tahiti entfernt und heißt
Moorea. Moorea ist 132 Quadratkilometer groß und hat ca. 16.000
Einwohner. Gegenüber Tahiti geht es auf dieser Insel sehr ruhig und gemächlich zu. Der tropische
Wald, die Bergwelt, bis zu 1200 Meter Höhe,
laden zum wandern ein und sind genau so beeindruckend wie die wunderschönen Buchten und das Meer.
Der Blick vom Belvédère in Richtung Cook- und
Opunohu Bucht bleibt ebenso unvergessen, wie die Plantagen mit Südfrüchten und die leckeren
Fruchtsäfte von Rotui.
Eine Inselumrundung auf der 60 Kilometer langen Küstenstraße schafft man mit dem Auto in gut 2
Stunden und erhält dabei einen Überblick zu den kleinen hübschen Orten und der Landschaft entlang
der Küste.
Nach fünf Tagen fliegen wir weiter zu der etwa 250 Kilometer entfernten Insel Bora Bora. Bora Bora
ist der Inbegriff eines Ferienparadieses. Sonne, Meer und wunderschöne Strände säumen die
Hauptinsel, die zwei kleinen vorgelagerten Vulkaninseln
Toopua und Toopuaiti sowie die vielen kleinen Motus (Koralleninseln) im Norden und Westen von
Bora Bora. Das kleine Atoll hat eine Landfläche von ca. 30
Quadratkilometern und beherbergt kapp 9000 Einwohner. Die 32 Kilometer lange Küstenstraße kann
man bequem mit dem Fahrrad umrunden. Interessant ist auch
der weniger touristisch erschlossene Norden der Insel sowie die Bergwelt rund um die Vulkangipfel
des Otemanu und des Pahia. Am Beeindruckensten sind die
die langen weißen Strände entlang der Motus sowie im Süden der Hauptinsel und vor allem das
glasklare, warme Wasser der Lagune, das in den verschiedensten
Grün- und Blautönen schimmert. Schon vom Boot aus kann man die vielen kleinen bunten Fische in
Nähe der Korallenriffs beobachten oder im etwa einem Meter tiefen
Wasser stehend, die fast schon wie Hunde bettelnden, Rochen und Riffhaie füttern. Geteilter
Meinung kann man bezüglich der großen Hotelanlagen, mit den auf
Pfählen im Wasser stehenden Bungalows, sein, die an den schönsten Stränden der Insel und entlang
Motus errichtet wurden. Die Hotelanlagen und der Service
lassen bei Preisen zwischen 1000 und 8000 US Dollar pro Nacht (so die Einschätzung unseres
Skippers) kaum Wünsche offen. Was ein wenig nervt, sind
abgesperrte, den Hotels zuordnete Strände, die einen gemütlichen Strandbummel schnell zur
"Asphalttour" werden lassen. Beeindruckend
waren auch die wunderschönen, nahezu perfekt runden und in den verschiedensten Farben
schimmernden
Zuchtperlen. Leider für den normalen Menschen, wie man
umgangssprachlich so schön sagt, unbezahlbar.
Nach einer knappen Woche verlassen wir die Trauminsel, die auch als die "Perle Polynesiens"
bezeichnet wird, und fliegen zurück nach Tahiti, wo wir den Rest
unseres Urlaubes verbringen. Tahiti ist mit einer Fläche von 1042 Quadratkilometern und etwa
180.000 Einwohnern, die größte der Gesellschaftsinseln. In Tahiti Nui,
wie der größerer Teil der Insel genannt wird, herrscht zumindest in Küstennähe aber besonders
in der Hauptstadt Papeete rege Geschäftstätigkeit. In den
späten Nachmittagstunden schieben sich die "Blechlawinen" in alle Richtungen durch die kleine
Hauptstadt und erfordern viel Geduld beim Autofahren. Schnell biegt man
falsch ab und darf sich hinten wieder anstellen ;-(. Das ganze Gegenteil dazu ist Tahit Iti,
die kleine im Südosten gelegene Halbinsel. Hier geht es, vergleichbar mit
Moorea, sehr gemächlich zu. Wenige kleine Ortschaften, mit meist hübschen bunten Häusern, liegen
entlang der Küstenstraße im Norden bzw. im Süden der Halbinsel.
Im Innern bestimmt die Landwirtschaft das Bild, Kühe auf saftigem Grasland trifft man ebenso an,
wie kleine Felder mit Süßkartoffeln, Papayas, Vanille und vieles mehr. Das Innere von Tahiti Nui
ist von hohen, steil aufragenden Bergen, die bis in eine Höhe von über 2000 Meter reichen,
geprägt. Die gesamte Berglandschaft ist mit tropischer Vegetation überzogen. An deren grünen
Wänden stürzen oft Wasserfälle tief ins Tal hinab. Tahiti ist ein sehr schönes Wandergebiet.
So lässt sich beispielsweise das Fautauo Tal gut zu Fuß erkunden. Interessant ist auch der
schmale Pfad zum Gipfel des Mount Aorai. Manchmal ist es auch besser einen Geländewagen zu
benutzen, wie beispielsweise zur Erkundung des wunderschönen Papenoo Tals. Wer Tahiti mit dem
Gedanken an endlos lange weiße Strände in Verbindung bringt, wird allerdings enttäuscht sein. Es
gibt nur wenige helle und dunkle Naturstrände, die zum Baden einladen.
Unser Streifzug durch das Paradies wurde begleitet von vielen lebensfrohen und hilfsbereiten
Menschen, von farbenfroh gekleideten Frauen mit Blumenkränzen oder
einer Tiareblüte hinterm Ohr, den Ukulele-Spielern, dem Gesang der Menschen, der Ruhe und
Gelassenheit (Papeete mal ausgenommen :-)) und dem Lächeln der Polynesier.
Nana - Auf Wiedersehen
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